Blog,  Kolumnen,  Schreiben

Die Katze, treue Begleiterin der Schriftsteller

Schriftsteller und ihre Katzen

Warum lieben Schriftsteller Katzen?

Die Finger flitzen über die Tastatur, in unmittelbarer Nähe liegt die Samtpfote und schnurrt. Kaum ein anderes Bild entspricht so sehr dem Klischee der schreibenden Autorin. Und doch: Wer möchte schon auf diese treue tierische Schreibbegleiterin verzichten?

Geduldig hört sie jedem noch so abstrusen Entwurf mit einer unvergleichlichen Geduld zu. Manchmal schließt sie die Augen dabei und döst, begleitet von einem leisen, aber beständigen Schnurren.

Immerwährend sucht sie die Nähe zum geliebten Menschen, egal wie viele Selbstzweifel diesen gerade plagen.

Miau.

Mehrere Jahre habe ich ohne Katze gelebt und nun möchte ich es nicht mehr missen. Vor allem als Schriftstellerin weiß ich die Vorzüge einer Katze für die tägliche Schreibroutine zu schätzen.

Denn Schreiben ist an und für sich ein einsamer Prozess. Als Autor schreibt man in dem meisten Fällen alleine am Schreibtisch, abgesehen von gelegentlichen Schreibausflügen in ein nettes Café.

Das kleine Mini-Raubtier in unserem Hause ist äußerst kommunikationsfreudig und kommentiert munter sämtliche meiner vorgelesenen Entwürfe während des Schreibens. Gleichzeitig gibt sie mir das Gefühl, jede meiner Zeilen zu verstehen.

Wo gibt es sonst noch so geduldige Zuhörer, die stundenlang mit mehr oder weniger Interesse das Schaffen des Schreiberlings verfolgen?

Ob es mit einem Hund genauso wäre, kann ich leider nicht beantworten. Vielleicht liegt es an der divenartigen, raubtierhaften Ausstrahlung der Katze, die ihre Aufmerksamkeit so besonders macht. Die messerscharfen Krallen, die in kampfbereiten Zustand ernste Verletzungen erzeugen könnten. Ohren, die 4x so gut hören wie das menschliche Ohr. Spitze Eckzähne, die problemlos Fleisch reißen können. Ein wahnsinnig weiches Fell.

Ihre Aufmerksamkeit schenkt sie nur ausgewähltem Katzenpersonal. Fremde Menschen werden mit zurückhaltender Distanz bedacht.

© by Mo Schneyder

 

Bekannte Schriftsteller und ihre Samtpfoten

„Ich war schon immer eine Außenseiterin.“

Alice Walker

(Zitat Quelle: PenguinRandomHouse)

Die wunderbare Autorin Alice Walker beschreibt in dem oben genannten Zitat, dass sie niemals verhaltenskonform sein wollte. Die Standardregeln und gesellschaftlich akzeptierten Verhaltensformen passten einfach nicht zu ihr. Warum sollte sie auch? Es mache keinen Sinn sich an eine Gesellschaft anzupassen, die ihren Wert als Person nicht zu schätzen wisse. Sie wusste schon immer, dass sie eine alternative Realität erschaffen wollte. Die selbe Ansicht scheint sie auch in Bezug auf Katzen zu haben: Denn vorzugsweise adoptiert sie Streuner und „nicht gesellschaftsfähige“ Katzen.

Dies macht die großartige Autorin noch viel sympathischer, oder? Denn so schön gezüchtete Rassekatzen auch sind, gerade diejenigen, die nicht die Schokoladenseite des Lebens auskosten konnten, sollten eine zweite Chance erhalten.

Katzen, Schreiben und Jazz: Haruki Murakami

Ein Katzenfreund ist auch der japanische Autor Haruki Murakami. In den 70er Jahren eröffnete er einen Jazz Club in Tokio namens „Peter Cat“. Namensgeber war seine Katze. Katzen spielen in den Geschichten des Schriftstellers eine besondere Rolle.

Vielleicht liegt es daran, dass Schriftsteller und ihre Katzen eben sehr speziell sind.

Eine Katze ist nicht nur ein Haustier, sondern eine

Lebenseinstellung

 

Das war mein Plädoyer für meine allerliebste Schreibbegleitung. Nun entschuldigt mich, ich muss mich den Pflichten eines Dosenöffners widmen 🙂

Madame hat nach ihrem Katzenpersonal gerufen und freut sich über Streicheleinheiten und Leckerlis.

Habt ihr auch Katzen? Welche Eigenschaften gefallen euch am besten? Wie bereichern Katzen euren Alltag?

Ich freue mich über Kommentare!

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.