Zimmer 103
Herzensbücher,  Rezensionen

Rezension Zimmer 103 von Simone St.James

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Vor einiger Zeit habe ich meine Vorliebe für schaurige Literatur entdeckt. Da ich gerade selbst an einer Gothic Novel schreibe, was passt dazu besser als eine Spukgeschichte? Zimmer 103 klang nach der perfekten düsteren Lektüre.

Wovon handelt Zimmer 103?

New York 1982. Viv Delaney arbeitet als Nachtwächterin im Sun Down Motel. Doch die Nächte dort sind lang. Und einsam. Und mit jeder Schicht wächst Vivs Angst. Angst vor einer ungreifbaren Bedrohung …

New York 2017. Carly Kirk zieht es in das in die Jahre gekommene Sun Down Motel, wo ihre Tante Viv vor mehr als 30 Jahren spurlos verschwand. Sie will endlich die Wahrheit herausfinden. Doch das Geheimnis, das das alte Motel hütet und dem nicht nur ihre Tante zum Opfer gefallen ist, übertrifft Carlys schlimmste Albträume …(Quelle: Random House)

Ein spooky Setting wie in “The Shining”

Meine Meinung: Im Vorwort schreibt die Autorin, dass es sich um ein Buch für Nerds handelt. Dieser Satz passt absolut. Zwischenzeitlich sind ganze Kapitel der True Crime-Recherche gewidmet, denn wie es sich herausstellt, sind Carly und ihre neue Mitbewohnerin Heather absolute True-Crime-Fans. Voller Eifer stürzen sie sich auf die Suche nach Carlys verschwundener Tante. Akribisch werden alle erdenklichen Quellen, wie auch eine klassische Bibliothek durchforstet, denn die Zeitungen vergangener Zeiten in Fell sind noch nicht digitalisiert.  Und ganz nebenbei verliebt sich Carly. Neben True Crime scheint die Autorin eine große Vorliebe für Stephen King zu haben, denn es gibt immer wieder Parallelen zu seinen Büchern. Vom Setting her ganz klar “The Shining” und der Ort Fell mit den vielen verschwundenen Frauen erinnert an Derry.

Mein Fazit zu “Zimmer 103”

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Aber dadurch, dass abwechselnd in Carlys und Viva Perspektive erzählt wurde, und die beiden Charaktere sich sehr ähnlich sind, wurde relativ früh klar, wer der Mörder ist.  Vielleicht ist dies allerdings auch der Fluchs der schreibenden Zunft. Man macht sich ständig Gedanken darüber, was der größtmögliche Plot-Twist sein könnte und wer der Täter sein könnte. Über allem liegt in “Zimmer 103” eine dunkle Atmosphäre und gleichzeitig sind auch starke New Adult-Vibes spürbar. Carly ist ziemlich jugendlich, wird aber immer mehr erwachsen und überlegt, was sie mit ihrem Leben anfangen soll.

Ich mochte die originelle Geschichte und den Eigensinn der Protagonistin, viel recherchieren zu wollen, um den Fall zu lösen. Sich in eine Bibliothek zu stürzen und dutzende Zeitungsartikel zu lesen. Statt einem vernünftigen Essen nur Cracker mit Streichkäse zu essen.Wenn du selbst auch etwas nerdy bist und auf übernatürliche Geschichten stehst, ist das dein Buch!

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