Cover Wenn ich tot bin
Rezensionen

Rezension „Wenn ich tot bin“ von Karen Sander

*Unbezahlte Werbung*

Manchmal habe ich einfach Lust auf einen Thriller. Wie einige von euch vielleicht bereits bei Instagram mitbekommen haben, befinde ich mich gerade in einer Liebesromankrise. Irgendwie will es zur Zeit nicht mit mir und den Liebesromanen. Zu kompliziert, zu aufgebauscht, zu unrealistisch, zu kitschig. Warum geht es gefühlt immer darum, dass die Frau dem Mann hinterherläuft oder vice versa? Vielleicht brauche ich erstmal etwas Abstand. Wenn jemand Tipps für realistische Liebesromane ohne künstliches Drama hat- immer her damit!

Zeit für Kontrastprogramm. Warum sich nicht lieber mit Mord in den schottischen Highlands beschäftigen? In „Wenn ich tot bin“ von Karen Sander bin ich dagegen gleich gut hinein gekommen.

Wovon handelt „Wenn ich tot bin“?

Nach zehn Jahren in der Gewalt ihres brutalen Peinigers gelingt der 19-jährigen Madelin McFarland die Flucht. Ihre Mutter Susan ist überglücklich, die totgeglaubte Tochter in die Arme schließen zu können. Doch wenige Stunden später ist Madelin erneut verschwunden, Susans Mann liegt schwer verletzt in der Küche, und ihre jüngere Tochter Harper ist so verstört, dass sie kein Wort mehr spricht. Detective Sergeant Kate Fincher von der Polizei Edinburgh setzt alles daran, Madelin zu finden. ‹Amy›, wie sich die junge Frau nun anscheinend nennt, flieht in die Highlands – doch vor wem? (Quelle: Rowohlt Verlag)

Warum es sich lohnt, das Buch zu lesen

Karen Sander ist eine Meisterin darin, den Leser an der Nase herumzuführen. So hatte ich mich meinem anfänglichen Verdacht erst scheinbar Recht, doch zum Ende hin hat sich ein völlig anderes Bild ergeben. Ausgetrickst! Ich liebe Bücher, die mich überraschen können und das ist bei einer Vielleserin gar nicht so einfach. Ist Amy Madelin? Und falls ja, warum nimmt sie die andere Identität an? Kann sie ihrem Peiniger entkommen?

Das Erzähltempo von Karen Sander ist äußerst rasant. Sie erzählt in wechselnden Perspektiven, ein Cliffhanger jagt den nächsten. Wo ist Madelin und wie weit ist die Polizei mit ihren Ermittlungen? Wird die Polizeibeamtin Kate es schaffen, dem Täter das Handwerk zu legen, bevor Madelin mit ihrem Leben bezahlen muss?  Wer ist der Täter? Die Spannung wird schier unerträglich und ich habe die Seiten im Eiltempo umgeblättert. Ausgeschlafen sein wird überbewertet, oder? Nun ja, irgendeinen Tod muss man als Bücherwurm sterben. Kaffee wirkt morgens wahre Wunder, auch für Nachteulen wie mich.

Die Autorin schafft es, mit der Beschreibung der schottischen Highlands, der Einsamkeit der Berge, eine Atmosphäre der Beklemmung zu schaffen. Madelin läuft meilenweit durch die Berglandschaft, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Eindrücklich beschreibt Karen Sander wie Madelins Hunger immer größer und ihr ohnehin schon zierlicher Körper immer schwächer wird. Dann tauchen plötzlich schottische Fabelwesen auf…

Mein Fazit

Wer ein spannendes, kurzweiliges Buch sucht, ist mit „Wenn ich tot bin“ bestens beraten. Auch als Urlaubslektüre ist das Buch gut geeignet, da es kein dicker Wälzer ist!


Bildrechte: Rowohlt Verlag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.