Waldesgrab Cover
Rezensionen

Rezension “Waldesgrab” von Lene Schwarz

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Ich hoffe, ihr genießt die letzten sommerlichen Tage. Hier genießen wir derzeit die Ruhe im Garten, da unser Dackelmädchen leider etwas krank geworden ist und sich noch schonen muss.

“Waldesgrab” ist der erste Krimi der Autorin Lene Schwarz, erschienen im Dezember 2019 im Rowohlt Verlag.

Klappentext “Waldesgrab”

Das «Quellbach» liegt ruhig und idyllisch inmitten eines riesigen Waldgebiets im Harz. Auch der Koch Leon Bosch schätzt die Abgeschiedenheit des urtümlichen Gasthauses – bis er im Dunkel der hohen Bäume eine grauenvolle Entdeckung macht: eine tote Frau, in deren Brust kein Herz mehr steckt, sondern ein pechschwarzer Quarzstein. Als weitere ähnlich zugerichtete Leichen auftauchen, versucht Leon fieberhaft, dem Mörder selbst auf die Schliche zu kommen. Denn die Steine in den Toten haben etwas mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun, mit einem dunklen Geheimnis, das er Jahre zuvor im Wald vergraben und für immer in Sicherheit geglaubt hatte … (Quelle: Rowohlt Verlag)

Spannend von der ersten Zeile

Wieso faszinieren uns dunkle, abgeschiedene Wälder eigentlich so sehr? Vielleicht weil vieles darin verborgen ist und ich persönlich immer wieder an das Märchen von Hänsel und Gretel denken muss, die sich im finsteren Wald verlaufen. Neben “Die Wälder” von Melanie Raabe habe ich kürzlich erst “Marta schläft” von Romy Hausmann gelesen, einem Thriller, der im Spreewald spielt. “Waldesgrab” spielt im Harz, ein tolles Setting und schön, dass es auch spannende Bücher gibt, die in Deutschland spielen, nicht nur in der Ferne.

Das Cover von “Waldesgrab” finde ich ziemlich gelungen: Schwarze Baumkronen und nur ein Fuchs, der misstrauisch vor einer Grube steht. Was sich wohl in der Grube befindet? Eben jenes Waldesgrab?

Schon die ersten Seiten lassen keine Langeweile aufkommen. Der Koch Leon Bosch, die Hauptfigur des Krimis, findet eine Frauenleiche, die in die Haut eines Rehs eingewickelt ist. Ganz schön grausig, oder? Interessanterweise war Leon zuletzt mit dem Opfer, der Azubine Linda, gesehen worden. Er hatte ein Mitarbeitergespräch mit ihr in seinem Garten geführt, da er wusste, dass sich Angestellte meist in der Arbeitsstätte während eines Mitarbeitergesprächs unwohl fühlen. Natürlich rückt Leon damit in das Visier der Ermittler. Lene Schwarz erzählt die Geschichte flüssig und äußerst spannend, ich habe erwartungsvoll Seite um Seite gelesen. Und es geht spannend weiter: Es bleibt nicht nur bei einer Leiche, sondern weitere Morde folgen. Leon will unbedingt herausfinden, wer der Mörder ist und warm ausgerechnet er immer die Leichen als erster entdecken muss. Dabei hilft ihm seine Nachbarin Marlene.

Das Ende war für eine erfahrene Leserin wie mich vorhersehbar, ich hatte vorher schon einen Verdacht, der sich bewahrheitet ist. Ich gebe jedoch zu, dass es äußerst schwierig ist, noch überrascht zu werden, wenn man so viel liest. Trotzdem war das Ende spannend und alle Fäden zogen sich am Ende zusammen. teilweise wurde mir sogar ein bisschen zu viel erklärt, einiges hätte ich gerne noch meiner Fantasie überlassen.

Fazit zu “Waldesgrab”

Ein äußerst fesselnder Harz-Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur, der man die Verzweiflung abnimmt. Leon Bosch ist ein Einzelkämpfer, der für das Wohl seiner Tochter Thea über sich selbst hinauswächst. Ein grandioses Debüt, welches sich nicht verstecken muss.

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