Von gleich zu gleich Cover
Rezensionen

Rezension „Von gleich zu gleich“ von Ali Smith

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Schon seit ewigen Zeiten wollte ich ein Buch der Autorin Ali Smith lesen. Nun lag „Von gleich zu gleich“ schon viel zu lange auf meinem Pub und das wollte ich ändern. „Von gleich zu gleich“ erschien bereits im Jahr 1997 und ist 2020 als neue Auflage beim btw Verlag herausgegeben worden.

Wovon handelt „Von gleich zu gleich?“

Klappentext: Ein ungewöhnlicher Liebesroman voller Rätsel: Die Geschichte von Amy und Ash, deren Begegnung in jungen Jahren so intensiv ist und so dramatisch endet, dass sie ihr ganzes späteres Leben bestimmt. Die Engländerin Amy hat das Lesen verlernt, obwohl sie Literatur studiert hat. Jetzt lebt sie mit ihrer kleinen Tochter auf einem Campingplatz und scheint eine tragische Geschichte hinter sich zu haben. Und wo ist Ash, die Frau, die einmal so wichtig war für sie? Allein in Schottland, denkt Ash, inzwischen Fimschauspielerin, an den Sommer zurück, in dem sie fünfzehn war und sich in Amys kühle englische Stimme und ihre blitzenden Augen verliebte …

Meine Meinung zu „Von gleich zu gleich“

Anhand des Klappentextes habe ich eine klassische Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen erwartet. Als ich das Buch gelesen habe, hatte ich zuweilen das Gefühl, plötzlich in einer ganz anderen Geschichte zu sein. Der erste Teil handelt von Amy, die ein einfaches Leben mit ihrer Tochter Amy auf dem Campingplatz führt. Smith erzählt vom Alltag, bricht Sätze mittendrin ab, fügt unzählige Kommas ein. Der ganze Schreibstil ist ziemlich verwirrend, von der schriftstellerischen Perspektive aus fand ich den Roman wirklich genial. Er ist ein wenig wir Performancekunst, nur als Text. Der Interpretationsraum ist ziemlich groß, was mich als Leserin allerdings etwas gestört hat. Schließlich wollte ich lediglich eine entspannte Abendunterhaltung und kein Rätselraten. Den Gefallen hat mir Ali Smith allerdings nicht getan.

Im zweiten Teil wird aus Tagebuchperspektive aus Ashs Leben erzählt, zwar mit wenig mehr Bezügen zu Amy, aber immer noch nicht wirklich handfest.

Insgesamt hat mich das Buch mit vielen Fragezeichen zurückgelassen, was ich persönlich etwas enttäuschend fand, denn ich mag es, wenn am Ende alle Fäden zusammenlaufen. Man muss diese Art von Büchern lieben oder eben nicht. Was mir gefallen hat, war die melancholische Stimmung des Buchs. Sogar das Kind Kate mit ihren acht Jahren hat eine untypische Traurigkeit und Einsamkeit an sich, wie ein Bild von Caspar David Friedrich.

Mein Fazit

Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die Bücher mögen, bei denen der eigenen Fantasie viel Spielraum gelassen wird und die wirre Sätze in Büchern lieben. Es ist definitiv kein Feel-Good-Buch, dass man nach einem anstrengenden Arbeitstag zum Abschalten lesen kann.

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