Najaden
Rezensionen

Rezension „Najaden“ von Heike Knauber

*Unbezahlte Werbung*

Gute Bücher entführen die Leser in ferne Welten, lassen sie Raum und Zeit vergessen und mit Augenringen zur Arbeit gehen, weil man vor Spannung nicht das Buch aus der Hand legen konnte. Völlig unwichtig, dass der Wecker schon um 5.30 Uhr morgens klingelt.

So erging es mir auch mit Heike Knaubers „Najaden- Das Siegel des Meeres“. Zugegeben, am Anfang war ich aufgrund der vielen fremdländischen Namen, Völkern und Fantasiewesen etwas verwirrt. Wer gehört zu welchem Reich? Wie gut, dass sich gleich im Innern des Buchs zwei Weltkarten dieser fantastischen Welt um die schöne Meliaé befinden. So kann man während des Lesens immer wieder nachschauen und den Überblick behalten.

Najaden-Cover: Schlicht und schön

Das Buchcover ist minimalistisch in blau und weiß gehalten. Die Zeichnungen, auf der eine Frau auf einer Wellenkrone sitze, um sie herum nur das Meer, passt perfekt zur Geschichte. Sämtliche Elemente sind schwungvoll und wirken auf mich sehr mystisch.

Najaden: Klappentext

In Heike Knaubers Roman lauert an jeder Ecke tödliche Magie, geheimnisvolle Wesen kämpfen in der Arena um Leben und Tod, und die Seiten knistern nur so vor Romantik. Dabei spielt die vielschichtige Handlung sowohl am Grunde des Meeres als auch in einem Wüstenreich, das im Sandmeer zu versinken droht: Knaubers Heldin Meliaé ist Thronfolgerin des legendären Najaden-Volkes – doch weiß sie nichts über ihre Herkunft. Als zwei grausame Brüder sie entführen, scheint Meliaés Tod unausweichlich, doch dann entdeckt sie ihre dunkle Liebe zu einem Mann, der sich für sie sogar mit dem Gott der Unterwelt anlegen wird …(Quelle: RandomHouse)

In der Welt der Najaden

Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Ich mochte die Heldin Meliaé und fand es spannend, sie bei der Entwicklung vom zurückhaltenden Kind zur  tapferen jungen Frau zu begleiten. „Najaden“ ist ein ungeheures Fantasyepos und eine Liebesgeschichte zugleich. In der fantastischen Welt, die die Autorin mit viel Herzblut geschaffen hat, fahren die Helden in Schlachten, streiten, lieben, bekämpfen und versöhnen sich. Heike Knauber hat komplexe Figuren geschaffen, die mich in ihren Bann gezogen haben. Dieser Geschichte konnte ich mich nicht entziehen! Mich hat die Geschichte an eine Mischung aus griechischen Mythologien und orientalischen Märchen erinnert. Meliaé ist dabei keine gewöhnliche Meerjungfrau wie im Märchen von Hans Christian Andersen, sondern sie verfügt über enorme Kräfte und kann ihr Fähigkeiten sogar zur Heilkunst einsetzen. Während Meliaé anfangs noch sehr impulsiv und naiv ist, wächst sie im Laufe der Handlung über sich selbst hinaus. Dies fällt umso mehr auf, da sie in einer patriarchalischen Gesellschaft lebt. Frauen sind in dieser Welt eher weniger vorlaut und eigenständig, sondern sollen sich ihrem Mann unterordnen. Meliaé dagegen ist ein echter Wildfang und beißt ihrem zugewiesenen Gatten lieber in die Lippen, als ihn zu küssen.

Mein Fazit

Ein gewisses Maß an Konzentration sollte man bei diesem Buch auf jeden Fall mitbringen, da man sonst den Überblick verliert. Unterschiedliche Kontinente, Fantasiewesen, zahlreiche Charakter- hier muss man ganz schön aufpassen. Wer sich darauf einlässt, wird von der Autorin mit einer liebevoll konstruierten Fantasiewelt belohnt. Wer allerdings kein Blut sehen kann, sollte von dem Buch Abstand halten. Bei den Schlachten rollen die Köpfe, die Autorin beschönigt nichts.

Meine klare Buchempfehlung für die faszinierende Welt der „Najaden“.


Bildrechte: RandomHouse Verlag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.