Cover JL Butler "Mein" Thriller
Rezensionen

Rezension „Mein“ von JL Butler

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In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass ich vermehrt Sachbücher lese. Ein bisschen mehr Abwechslung muss her, es wurde höchste Zeit für einen Thriller! „Mein“ von JL Butler ist im März 2019 beim Rowohlt Verlag erschienen.

Handlung

Wie weit wirst du gehen, um ihn zu behalten?

Er ist der Mann deines Lebens.
Er hat eine Frau, die verschwinden muss.

Mit diesem Fall wird sie endlich Karriere machen, da ist sich die Londoner Scheidungsanwältin Francine Day sicher. Martin Joy will sich von seiner Frau Donna scheiden lassen. Der Unternehmer ist millionenschwer – und wahnsinnig attraktiv. Wider besseres Wissen beginnt Fran eine verbotene Affäre mit ihrem Mandanten, dem sie mehr und mehr verfällt. Als seine Frau kurz darauf spurlos verschwindet, gerät Martin ins Visier der Ermittlungen. Doch auch Fran hat ein Geheimnis. Sie ist nicht nur Anwältin und Geliebte des Hauptverdächtigen – sie ist die letzte Person, die Donna Joy lebend gesehen hat … (Quelle: Klappentext, Rowohlt Verlag)

Wer ist der Mörder?

Fran, die Hauptfigur des Buchs, ist psychisch krank. Sie leidet unter einer bipolaren Störung, die medikamentös behandelt werden muss. Dass sie nicht ’normal‘ ist, zeigt sich schon bald in ihrer Beziehung zu ihrem Klienten Martin. Sie steigert sich regelrecht in die Beziehung hinein, nimmt seine Exfrau Donna als Konkurrentin wahr. Schließlich hat sie nur noch ein Ziel: Eine offizielle Beziehung mit Martin zu führen, ihn eventuell zu heiraten und Kinder zu bekommen. Wäre da nicht die verschwundene Ehefrau. Hat Martin sie umgebracht? Oder war es vielleicht Fran selbst, die in jener fraglichen Nacht einen Blackout hat? Fragen über Fragen. Das Ratespiel beginnt. Den Start des Buchs fand ich überaus gelungen und wenn man sich vor Augen hält, dass der weitere Verlauf der Geschichte von einer manisch-depressiven Frau erzählt wird, ist die Geschichte durchaus schlüssig. Ab und zu hat mich allerdings das wahnhafte Verhalten Frans etwas gestört, da es einfach so überspitzt war. Entfernt hat mich Fran daher an Carrie aus Homeland erinnert.

Solide Leistung

Ich konnte dem Schreibstil von JL Butler gut folgen. Teilweise zog sich das Buch etwas durch die langen Sequenzen, in denen Fran allein ist und sich einen Kopf macht. Insgesamt habe ich mich aber gut unterhalten gefühlt. Es ist ein schönes Buch für zwischendurch. Zum Ende hin nimmt das Buch plötzlich an Fahrt auf und die Auflösung des Mörders kommt schneller als erwartet. Das fand ich nach der ziemlich langen Raterunde etwas enttäuschend.

Mein Fazit: Ein Thriller für spannende Lesestunden

Die Aufmachung des Buchs inklusive Cover ist wirklich klasse. Das Cover verspricht einen spannenden Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. „Mein“ habe ich gerne gelesen, allerdings hat das i-Tüpfelchen gefehlt. Es ist ein spannendes Buch, aber in die Liga meiner Herzensbücher hat es sich leider nicht gespielt. Ich würde im Übrigen auch davon abraten, das Buch in einem verlassenen Anwesen bei Nacht zu lesen. Sehr creepy!

Wer ein paar spannende Lesestunden sucht, ist mit diesem Thriller gut beraten.

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