Höllenkind Cover
Allgemein,  Rezensionen

Rezension “Höllenkind” von Veit Etzold

Nichts geht über ein spannendes Buch, oder? Nach dem Vorgänger “Blutgott” und dem offenen Ende  war ich neugierig, wie Veit Etzold wohl die Geschichte um die Vermittlerin Clara Vidalis in “Höllenkind” fortsetzen würde. “Höllenkind” ist der achte Teil der Clara-Vidalis-Reihe. So viel sei vorab verraten, es ging anders weiter als gedacht.

Wovon “Höllenkind” handelt

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.
Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz, und auf ihrem strahlend weißen Hochzeitskleid erblühen große rote Flecke. Bevor irgendjemand eingreifen kann, bricht sie tot zusammen.
Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass es nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Mord bleiben wird. Und dass er allein nicht weiterkommt. In Rom kursiert schon länger der Name einer Patho-Psychologin, die bereits in einen Fall von Satanismus involviert gewesen war: Clara Vidalis vom LKA Berlin… (Klappentext, Droemer Knaur)

Höllenkind: Meine Meinung

Dieser Thriller war erfrischend anders als die vorherigen Clara Vidalis- Romane. Höllenkind erinnert mich an eine Mischung aus Dan Brown und einem Stück von Shakespeare. Dieser Eindruck wird durch die Auflistung der im Roman auftauchenden Personen noch verstärkt. Nach dem sehr offenen Ende und Desaster im Vorgänger “Blutgott” ist Clara Vidalis suspendiert. Sie nutzt die freie Zeit für eine Reise nach Florenz. Natürlich kommt sie nicht dazu, ihren Urlaub in vollen Zügen zu genießen, den der Vatikan braucht ihre Hilfe in einer Reihe von mysteriösen Todesfällen. Clara wäre nicht Clara, wenn sie sich der Bitte verwehren würde. Und so reist sie nach Rom, um sich auf Spurensuche zu begeben. Nebenbei erfährt der Leser jede Menge über die Geschichte der Stadt, sowie über das Werk von Dante.

Gerade in einer Zeit, in der ich sehr lange nicht verreist bin und mein Radius sich zwangsläufig sehr verkleinert hat, ist es schön, zumindest gedanklich in eine Stadt im Ausland zu reisen, und das ohne einen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Da ich selbst schon in der ewigen Stadt war, hatte ich viele Bilder vor meinem geistigen Auge. Stellenweise habe ich mich über die vielen geschichtlichen Verweise gewundert, doch ich habe mich gleichzeitig gefreut, etwas lernen zu können.

Clara Vidalis ist dem Mörder dicht auf der Spur- ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was die Spannung noch erhöhte.

Mein Fazit

Für mich ein Thriller, der perfekt in die Lockdownzeit passt, auch wenn das böse C in diesem Roman nicht thematisiert wird.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.