Sophie Kinsella "Dich schickt der Himmel"
Allgemein

Rezension „Dich schickt der Himmel“ von Sophie Kinsella

Hallo liebe Buchmenschen!

Ich muss zugeben, in letzter Zeit bin ich nicht wirklich viel zum Lesen gekommen. Unser Welpe Lissi hält uns ganz schön auf Trab, unser Umzug und nebenher noch die alte Wohnung renovieren und abgeben. Ich frage mich, warum wir eigentlich nie einen Nachmieter finden, der die Küche übernimmt? Es ist wie ein Fluch.

Nun denn, bei so viel Action kommt etwas weniger anspruchsvolle Lektüre nur recht. Früher habe ich wirklich viele Bücher von Sophie Kinsella gelesen, denn ich fand die Bücher auch klasse, um etwas Englisch zu üben. Nur an die Shopaholic-Bücher habe ich mich nie rangetraut, da ich vom Film alles andere als begeistert war.

Im Juli ist das neue Buch von Sophie Kinsella namens „Dich schickt der Himmel“ erschienen. Ein luftig-leichtes rosafarbenes Cover, dazu eine unterhaltsame Lektüre und ein Glas Wein oder Tee- der Abend ist gerettet! Wenn man nebenbei den Dackelwelpen davon abhalten muss, sämtlich Dinge in Reichweite zu schnappen und zu zerkauen, darf das Buch tatsächlich nicht allzu kompliziert sein.

Wovon handelt Sophie Kinsellas neuestes Werk?

„Dich schickt der Himmel“ spielt im gegenwärtigen London. Die Protagonistin Fixie führt zusammen mit ihrer Familie den Tante Emma Laden „Farrs“. Seit der Schulzeit schwärmt sie für Ryan, den besten Freund ihres Bruders, mit dem sie immer wieder mal eine Affaire hat. Nur das bei Fixie Gefühle mit im Spiel sind..

Als Fixie den Laptop eines Fremden im Café vor einer einstürzenden Decke rettet, verspricht dieser ihr einen Gefallen. Fixie ergreift die Chance beim Schopf und bittet den Jungunternehmer, den aktuell arbeitslosen Ryan einzustellen.  Nur läuft dies alles andere als gut und plötzlich ist es Fixie, die dem Jungunternehmer Sebastian einen Gefallen schuldet.

Meine Meinung

Mit der Heldin Fixie hatte ich meine Probleme. Sie ist so unglaublich naiv, dass man fast laut aufschreien möchte: Hat die Autorin dies tatsächlich ernst gemeint? Kann ihre Heldin so dermaßen naiv sein? Ist das irgendeine Form von Kunst? Ein Blinder mit Krückstock sieht doch, dass Ryan Fixie nur ausnutzt und in keinster Weise an ihr interessiert ist. Ein einziger Blender, der zwar ganz ansehnlich, aber ansonsten ein totales A.. ist.

Zudem lässt sich Fixie generell von allen Menschen ausnutzen, auch von ihrer Familie. Warum lässt sie allen Ernstes zu, dass ihre Schwester Nicole Yogastunden im Tante-Emma-Laden anbietet?

Natürlich nutzt Sophie Kinsella die Schwächen ihrer Heldin, um sie zum Ende hin charakterlich reifen zu lassen und zu einer Erkenntnis zu führen. Muss man aber die Naivität so auf die Spitze führen?

Ich fand es überaus schwierig, Sympathie für Fixie zu empfinden. Dass sie sich letztendlich in einen erfolgreichen, gutaussehenden Geschäftsmann verliebt, entspricht noch mehr dem Klischee. Warum muss IMMER der Mann derjenige sein, der erfolgreicher im Job ist? Schließlich war Fixie selbst in der Vergangenheit selbstständig, ist aber mit ihrem Cateringservice gescheitert. Sebastian dagegen hat eine eigene Firma erfolgreich aufgebaut.

Trotzdem war das Buch recht kurzweilig, aber wie bereits beschreiben, hätte ich mir eine stärkere, weniger naive Heldin gewünscht.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.