Der Rasmus-Effekt von Cookie Ellerdahl
Herzensbücher,  Rezensionen

Rezension „Der Rasmus-Effekt“ von Cookie Ellerdahl

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Na, nutzt ihr die Feiertage auch, um sich endlich mal dem Stapel ungelesener Bücher zu lesen? Neben dem Lesen von Büchern nutze ich die freie Zeit gerade auch, um endlich ein paar längst fällige Rezensionen nachzuholen. So auch für das Buch „Der Rasmus-Effekt“.

Cookie Ellerdahl ist eine Autorin, deren Weg ich schon sehr lange auf Instagram verfolge. Umso mehr habe ich mich gefreut, als sie in diesem Jahr ihr literarisches Debüt „Der Rasmus-Effekt“ als Selfpublisherin veröffentlicht hat. Übrigens ist Cookie’s Podcast „Die Hör-Bühne“ sehr zu empfehlen. Hier lesen Autoren aus ihren Werken vor und man kann so manche literarische Perle entdecken.

Doch zurück zum Buch. Ein Endzeit-Thriller, der u.A. in Schweden spielt? Genau das Richtige für mich!

Wovon handelt „Der Rasmus-Effekt“?

Die Apokalypse.
Auf der Erde und im All.
Rasant. Atemberaubend. Realistisch.

2035 – die Lösung des Welthungerproblems mit Hilfe von Superfruits scheint greifbar nah. Doch todbringende Ereignisse verselbstständigen sich zu einer Kettenreaktion, die das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

»Fünfter Tag auf der ISS, Dr. Richard Marks, Eintrag für die Nachwelt, falls es eine geben wird: Sie sind alle tot. Ein Mitglied der Crew ist weiterhin unauffindbar. Meine Beobachtungen aus der Aussichtskuppel nehmen mir jeden Tag ein Stück Hoffnung. Seit dem letzten Überflug leuchten Teile von China blau. Kara bedroht mich mit wachsender Aggression. Sie weint, um kurze Zeit später Amok zu laufen. Vielleicht werde ich sie aus der Gefangenschaft befreien, auch auf die Gefahr, dass sie versucht mich zu töten. Sie ist vermutlich der letzte Mensch, den ich zu Gesicht bekommen werde.«

Als die Katastrophe über die schwedische Kleinstadt Bollnäs hereinbricht, befindet sich Rasmus bereits am Tiefpunkt seines Lebens. Die eigenwillige Gigi kapert sein Wohnmobil und zwingt ihn zur gemeinsamen Flucht vor dem tödlichen Feind. Abgeschreckt von ihrem energischen Wesen und flippigen Erscheinungsbild will er zunächst nichts lieber, als sie loszuwerden. Doch die Ereignisse überschlagen sich und Rasmus muss sich mit Gigi arrangieren – auf Leben und Tod.

Vier durch das Schicksal miteinander verbundene Menschen kämpfen in dieser weltumspannenden Story ums Überleben.

Ein packender Endzeit-Thriller über fatale Entscheidungen, Menschlichkeit, Freundschaft und Liebe. Beklemmend, mitreißend und hochspannend erzählt. (Quelle: Klappentext)

„Der Rasmus-Effekt“- warum Du das Buch lesen solltest

Von der ersten Seite an hat mich „Der Rasmus-Effekt“ in seinen Bann gezogen. Cookie Ellerdahl hat ein rasantes Erzähltempo, ein Cliffhanger jagt den nächsten. Die Sätze sind kurz und knapp, keine Zeit, melancholischen Gedanken hinterzuhängen. Die Welt will gerettet werden.  Besonders interessant finde ich die gewählte Erzählperspektive: Die Autorin erzählt aus mehreren Erzählperspektiven und so kann der Leser wie bei einem Puzzle Stück für Stück zusammensetzen. Wie hängt bloß alles miteinander zusammen? So manches Mal bin ich gehörig ins Grübeln geraten und es hat irre Spaß gemacht, von Cookie Ellerdahl in die Irre geführt zu werden.

Auch die Protagonisten sind alles andere als normal: Gigi und Rasmus habe ich als äußerst sympathische Antihelden empfunden. Jeder ist auf seine individuelle Art so eigen und liebenswert, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Richard, der NASA-Psychologe auf dem Mars, hat mich lange im Unklaren darüber gelassen, was er eigentlich verbockt hat. Aber keine Angst, ich werde hier nicht spoilern. Fakt ist, neben all den blutrünstigen Szenarien bleibt noch Zeit für die Liebe. Ohne Liebe wäre schließlich alles umsonst, oder?

Ich mag Cookie Ellerdahls Erzählweise sehr gerne. Sie geht alles andere als zimperlich mit ihren Figuren um, hat keine Angst davor, den einen oder anderen umzubringen und beweist große Kreativität und Einfallsreichtum.

 

Wem ich das Buch empfehlen würde

Wenn Du Thriller, insbesondere spannende Endzeitthriller liebst und nicht vor teilweise sehr gewalttätigen Szenen zurückschreckst, ist „Der Rasmus-Effekt“ genau das richtige Buch für dich! Leser, die „Der Schwarm“ von Frank Schätzing oder „Zero“ von Marc Elsberg geliebt haben, werden dieses Buch verschlingen. Allerdings solltest du es nicht lesen, wenn du gerade wenig Zeit hast. Denn „Der Rasmus-Effekt“ hat enormes Suchtpotential! Es könnte gut sein, dass du die halbe Nacht durchliest und dir zusätzlich noch einen Kaffee kochst, nur um noch ein oder zwei Kapitel lesen zu können. Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!

One Comment

  • Cookie

    Liebe Mo,

    von Herzen danke ich dir für deine ausführliche und soo umwerfende Rezension! Das macht mich so glücklich! Es war so eine Freude deine Begeisterung zu lesen! Danke dir sehr!
    Ganz liebe Grüße
    Cookie ⚘

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