Das gestohlene Herz der Anderwelt
Rezensionen

Rezension „Das gestohlene Herz der Anderwelt“

*Unbezahlte Werbung* Vor einiger Zeit hat mich das Buch „Das gestohlene Herz der Anderwelt (Pan-Spinoff 2)“ von Sandra Regnier erreicht. Die Pan-Reihe hatte ich noch nicht gelesen, aber als ich den Klappentext sah, war ich mir sicher, schnell in die Geschichte zu kommen. Elfen, eine magische Welt, noch dazu ein Bann..ganz mein Metier!

Klappentext

Mit der Existenz von Elfen kann Allison sich gerade so abfinden. Dass sie nun das Sterben eines ganzen magischen Reichs verhindern soll, ist da schon schwerer zu verkraften. Doch sie ist der Schlüssel und damit die Einzige, die es vermag, die Regenpforte zu schließen, sobald das Herz der Anderwelt wieder an seinem Platz ist. Dabei muss Allison erst einmal herausfinden, wie es um ihr eigenes Herz bestellt ist. Denn das wird nicht nur von dem gut aussehenden Wächter Finn erschüttert, sondern auch von einem dunklen Prinzen, mit dem sie mehr verbindet, als sie je geahnt hätte… [Quelle: Carlsen Verlag]

Vom Plot her hat mich die Geschichte etwas an die Shannara-Chroniken erinnert. Eine Heldin, die als einzige dazu bestimmt ist, ein ganzes Land, sogar ein ganzes Volk vor dem Untergang zu retten. Ganz schön dramatisch, oder?

Sandra Regnier schafft es allerdings, die Geschichte gar nicht so dramatisch wirken zu lassen, sondern schildert die Geschichte aus der Sicht von Allison, einer etwas weltfremden, noch recht naiven 17jährigen Heldin, die gerne ins Ironische verfällt. Die äußerlich anscheinend keine umwerfende Schönheit, sondern einfach das Mädchen von Nebenan ist, ohne Allüren und sogar mit einem kleinem Makel, einem hinkenden Bein. Teilweise hatte ich allerdings Bedenken bei dem Buch, ob Allison für ihre 17 Jahre nicht etwas zu kindlich beschrieben worden ist. Als von ihrem 11jährigen Freund George die Rede war, habe ich erstmal gedacht, Allison wäre im selben Alter. Umso erstaunter war ich, als ich erfuhr, dass sie bereits 17 Jahre alt ist.

Anfangs hatte ich ein wenig Probleme, den Durchblick zu behalten, da mir das Hintergrundwissen der Pan-Trilogie fehlte. Nach und nach bin ich aber doch noch in die Geschichte hineingekommen. Wenn ich einen Vergleich ziehen müsste, würde ich „Das gestohlene Herz der Anderwelt“ als eine Mischung aus Internatsroman á la Hanni und Nanni und einer jugendfreien Version von den „Shannara Chroniken“ beschreiben.

Im Vordergrund steht neben der Errettung der Anderwelt (=der Welt der Elfen) Allisons Beziehung zu ihren Freundinnen und Finn, dem Wächter. Eine wirkliche Liebesgeschichte zwischen Allison und Finn entwickelt sich im Laufe des Buchs nicht, die Beziehung steckt noch in den Anfängen.  Die Geschichte hat teilweise durchaus ruhige Momente, in denen sich die Personen über alltägliche Dinge unterhalten. Das macht vor allem die Protagonistin Allison nahbarer und entschleunigt die Geschichte, die stellenweise von spannenden Momenten lebt.

Meine Meinung

Mir hat „Das gestohlene Herz“ der Anderwelt gefallen, aber ich persönlich hätte mir eine etwas reifere und ältere Heldin gewünscht. Daher rührt wohl auch die Leseempfehlung ab 14 Jahren, der ich absolut zustimme.  Wer blutrünstige Schlachten und freizügige Szenen á la Game of Thrones erwartet, wird an dem Buch keinen Gefallen finden.

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