Das Funkeln einer Winternacht Cover
Herzensbücher

Rezension „Das Funkeln einer Winternacht“ von Karen Swan

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Es ist Weihnachten! Na, seid ihr schon in Weihnachtsstimmung? Feiert ihr Weihnachten mit Familie und Freunden oder eher im kleinen Rahmen? Oder gar nicht? Meine Wenigkeit ist überhaupt nicht religiös, aber ich genieße Weihnachten einfach als schönen Brauch zur Weihnachtszeit. Ich muss sagen, angesichts dieses Dauerregens in Kombination mit kaltem Wind fällt es mir schwer, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Seufz, Schnee zu Weihnachten wird wohl dieses Jahr wieder ausfallen. Dazu müsste man wohl tatsächlich mal nach Skandinavien fahren.

In Karen Swans Roman „Das Funkeln einer Winternacht“ fällt dafür umso mehr Schnee, noch dazu vor der herrlichen Kulisse der Fjorde in Norwegen. Ich muss dazu sagen, als bekennender Skandi-Fan hatte mich die Autorin schon mit dem Setting und dem wunderbar winterlichem Cover.

„Das Funkeln einer Winternacht“- eine Liebesgeschichte vor winterlicher Kulisse

Bo und ihr Freund Zac führen ein Leben, von dem andere nur träumen können: Als Social-Media-Stars reisen sie um die Welt und teilen ihre Abenteuer mit Millionen von Fans. Für Weihnachten haben sie sich ein spektakuläres Ziel ausgesucht: eine abgelegene Farm in den norwegischen Fjorden, die dem faszinierenden Bergführer Anders und seiner Großmutter Signy gehört. Doch umgeben von schneebedeckten Gipfeln und gefrorenen Wasserfällen spürt Bo ein wachsendes Unbehagen über die permanente Inszenierung ihres Lebens. Und Anders ist der Einzige, der ihr zuhört …[Quelle: Random House]

Karen Swan ist ja vor allem für Romane bekannt, die um die Weihnachtszeit spielen. Im letzten Jahr habe ich Winterwundertage von Karen Swan gelesen. Während Winterwundertage in Schottland spielt, begeben wir uns in ihrem neuen Roman nach Norwegen, in das Dorf Lordalen.

Swan verknüpft in „Das Funkeln einer Winternacht“ zwei Handlungsstränge: Zac und Bo in der Gegenwart sowie Signy, die auf einer Alm hoch in den Bergen arbeitet, im Jahr 1936. Mir persönlich gefällt diese Erzählmethode, in der zwei Handlungsstränge sich schließlich miteinander verweben, sehr gut. Signy begegnet dem Leser als junge Frau und als vom Leben gezeichnete Frau im Alter von 96 Jahren.

Zac ist meiner Meinung nach als Charakter fast schon etwas überspitzt als Sunnyboy dargestellt worden. Er ist braungebrannt, hat immer gute Laune und geht völlig darin auf, sich selbst und seine Beziehung zu Bo zu inszenieren. Sein erklärtes Ziel sind 10 Millionen Follower auf Instagram. Selbst seinen Heriratsantrag möchte Zac auf Video bannen. Zwischen Bo und Zac gibt es kaum noch intime Momente der Zweisamkeit. Ihr Fotograf Lenny ist stets dabei, begleitet die beiden auf Schritt und Tritt. Während es Bo zeitweise stört, nur noch als Kleeblatt die Welt zu erkunden, schaukeln sich Zac und Lenny gegenseitig hoch, planen immer riskantere Bilder, um höhere Klickraten zu generieren. Apropos, auch wenn Zac und Bo als die „Wanderlusters“ bekannte Influencer sind,  die Social Media Fachbegriffe werden glücklicherweise nicht bis ins kleinste erklärt und auseinander genommen. Zwar geht es natürlich um besagte Clickrates und Impressions, aber einen Social Media Analytics Grundkurs bekommen wir glücklicherweise nicht. Im Vordergrund steht die Geschichte.

Während Zac mit atemberaubenden Kletterfotos die Instagramwelt auf sich aufmerksam gemacht hat, fiel Bo als Einzelperson durch ihre Reisen und Yoga auf. So ist sie auch der introvertierte, geistige Part der Beziehung. Hin und wieder stellt sie die ständige Selbstinszenierung infrage. Bei einer riskanten Fotoaktion von Zac fällt sie ins eiskalte Wasser und muss mehrere Tage das Bett hüten. Da die spartanische Alm mit Außentoilette alles Andere als ideal für die geschwächte Bo ist, bietet der Fremdenführer Anders ihr an, in seinem Haus zu übernachten.

Anders ist der genaue Gegenpol zum extrovertierten Zac. Er ist ein Naturbursche, der sich Fremden gegenüber verschlossen zeigt. Nur Bo gegenüber öffnet er sich und die beiden führen inspirierende, tiefsinnige Gespräche.

Mein Fazit

Ich mochte die Geschichte um Bo sehr gerne und fand das zeitgemäße Setting auch sehr passend. Während des Lesens habe ich mich direkt in die Berge Norwegens versetzt gefühlt und war tatsächlich etwas traurig, als ich das Buch beendet hatte. Ich hätte gerne noch länger in den schneebedeckten Bergen Norwegens verweilt. Die Liebesgeschichte zwischen Bo und Anders war absehbar, schon allein weil Zac keinerlei Sympathiepunkte gesammelt hat. Trotzdem hat mich die Geschichte verzaubert. Die Landschaftsbeschreibungen Norwegens haben auch ihren Teil dazu beigetragen, dass ich mich ein wenig in die Geschichte verliebt habe. Für mich ein perfektes Buch, um in Winterstimmung zu kommen, dick eingemummelt in die Lieblingsdecke und dazu ein heißer Tee.

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