butterfly in frost
Rezensionen

Rezension “Butterfly in frost” von Sylvia Day

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Hach, bei all den Nachrichten in den letzten Tagen, die wie ein dystopisches Endzeit-Szenario wirken, tut es gut, ein Buch zu lesen, welches mit alldem nichts zu tun hat, oder? Von Sylvia Day habe ich bisher noch kein Buch gelesen, weswegen ich sehr gespannt auf das Buch “Butterfly in frost” war.

Wovon handelt “Butterfly in frost”?

Nach einem harten Schicksalsschlag, der zunächst nicht näher erläutert wird, ist die Ärztin Dr.Teagan Random vom New York in die Nähe von Seattle. Neben der Arbeit lebt Teagan äußerst zurückgezogen und hat außer den täglichen Spaziergängen mit ihrer Nachbarin Roxy und ihren beiden Hunden keine sozialen Kontakte. Eines Tages treffen die beiden auf einem der Spaziergänge auf einen attraktiven Jogger, dessen Attraktivität sofort auf Teagan ausstrahlt. Wie es sich herausstellt, handelt es sich um ihren neuen Nachbarn, den Fotografen Garrett Frost. Auch Garrett fühlt sich sofort extrem zu Teagan hingezogen und die Funken glühen..

Meine Meinung: Mehr Tiefgang, bitte!

Vom Plot her fand ich die Geschichte gut, aber mit dem Schreibstil konnte ich mich leider nicht anfreunden. Es handelt sich um ein recht dünnes Buch für ein recht komplexes Thema. Hier hätte ich mir gewünscht, die Autorin wäre mehr auf die Gefühle der beiden Protagonisten eingegangen und hätte die Begegnungen intensiver und ausführlicher beschrieben, um die langsame Entwicklung einer Liebesgeschichte besser zu veranschaulichen. Stattdessen kam mir die Geschichte wie im Schnelldurchgang vor, wichtige Punkte wurden schnell abgehandelt und Garretts überprotektives Verhalten kam mir fast wie das eines Stalkers vor. Ich persönlich wäre vor so viel und schneller Nähe zurückgewichen. Umso erstaunlicher, dass seine Annäherungsversuche bei der sonst so distanzierten Teagan nicht auf Widerstand stoßen. Gerade jemand, der sein Haus wie eine Festung abriegelt aus Angst vor Gefahr, lässt doch nicht einfach so einen Fremden herein?

Keine Sympathie für Mr.Frost

Die Figur des Garrett Frost kommt mir persönlich stark überzeichnet vor. Er sieht unglaublich attraktiv aus, ist am ganzen Körper tätowiert wie ein Rockstar und besitzt natürlich einen Sixpack. Zudem scheffelt er als bildender Künstler mit seiner Kunst Millionen. Er streitet sich nie mit Reagan, sondern geht auf all ihre Wünsche ein, behandelt sie wie ein rohes Ei. Kaum geht es ihr schlecht, lässt er alles stehen und liegen für Teagan. Konfliktpotential gleich Null.  Gleichzeitig trauert er um seinen verstorbenen Sohn. Alles in allem ist Mr.Frost für mich zu perfekt, um realistisch oder sympathisch zu sein. Ich hätte mir mehr Ecken und Kanten gewünscht. Außerdem: Wie realistisch ist es, mit Kunst Millionen zu verdienen und dabei noch auszusehen wie ein männliches Topmodel?

Ich wünsche mir starke, aber realistische Charaktere. Teagan ist mir schon eher sympathisch, auch wenn ihre Tätigkeit als Ärztin im Reality-TV natürlich auch auf Geld fixiert ist. Nun ja, es kann sich nicht jeder Arzt für Ärzte ohne Grenzen entscheiden.

Mein Fazit

Wer einfach nur nach einer Liebesgeschichte sucht, um auf andere Gedanken zu kommen, mag sich vermutlich an diesem Buch erfreuen. Für eher kritische Leser halte ich das Buch für weniger geeignet.

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