Bösland Cover
Rezensionen

Rezension „Bösland“ von Bernhard Aichner

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Meine Güte, ist es tatsächlich schon wieder Sonntag? Ich kann es kaum glauben, wie schnell die Tage verflogen sind. Wie kann es bereits Mitte Oktober sein? Die Herbstferien stehen vor der Tür.

Da das Jahr sich mit Riesenschritten dem Ende nähert, arbeite ich fleißig meine selbstauferlegte Leseliste für das Jahr 2019 ab. Natürlich habe ich mittlerweile mehr als 19 Bücher gelesen, aber eben nicht alle, die auf der Liste stehen. Es wird mal wieder Zeit für einen Thriller.

Also denn: Vorhang auf für „Bösland“ von Bernhard Aichner!

Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder… (Quelle: Random House)

Bösland entpuppt sich als spannender Thriller

Die Geschichte beginnt mit einem sehr eigenwilligen Schreibstil. Teilweise als Ich-Erzähler, teilweise als Dialog zwischen Ben und seiner Therapeutin Frau Vanek. Die Sätze sind kurz, fast abgehackt. Die Kapitel sind ebenso recht kurz gehalten, das Erzähltempo recht schnell, so dass ich mich mitunter an Fitzek, den Meister der schnellen Erzählung und dutzenden Cliffhangern, erinnert gefühlt habe.

Aichner schafft es, den Leser Mitleid und Faszination für Ben empfinden zu lassen. Wieso erinnert sich Ben nicht an die grausame Tat? Wer steckt hinter den neuen Morden? Auch die seltsame Beziehung zwischen Ben und seinem Jugendfreund Kux wird sehr detailliert beschrieben. Wieso hat Kux Ben in all den Jahren, als er in der Psychiatrie eingesperrt war, nie besucht?

Die Erzählung lebt von unerwarteten Wendungen, kaum denkt man, man wüsste, wie die Geschichte weitergeht, kommt alles ganz anders als erwartet. Durch das schnelle Erzähltempo ist bei mir auch keine Langeweile aufgekommen, im Gegenteil. „Bösland“ hat mich persönlich sehr gut unterhalten und da verzichte ich doch gerne mal auf Netflix & Co.

Besonders mitgenommen hat mich die Beschreibung der Kindheit von Ben, der von seinem Vater misshandelt wurde, während die Mutter geflissentlich wegschaute und sich lieber um den Haushalt kümmerte. Aichner schafft es, die dörfliche Atmosphäre auf den Punkt genau zu beschreiben, so dass ich schon Mitleid mit dem kleinen Ben bekommen hatte. Und doch kommt wieder alles anders als erwartet.

Bösland: Nichts für schwache Nerven

Bösland ist das perfekte Buch für einen stürmischen Herbstabend! Wer zudem gerne über Greueltaten liest, ist mit diesem Thriller bestens beraten.

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