Mo Schneyder sitzt mit Weihnachtstasse auf dem Sofa
Blog,  Kolumnen

Frohe Weihnachten!

Alle Jahre wieder steht Weihnachten vor der Tür- völlig unverhofft. Wer hat an der Uhr gedreht? War nicht gerade erst Halloween?

Gerade zu Weihnachten geraten viele Menschen unter Zeitdruck. Das perfekte Essen auf den Tisch zu zaubern, das richtige Geschenk zu besorgen rückt plötzlich in den Mittelpunkt. Klar freue ich mich immer über ein leckeres Essen, aber ich verlange nicht, dass meine Gastgeber um fünf Uhr morgens in der Früh aufstehen müssen, um ein Essen zu zaubern, welches einem Sternerestaurant Konkurrenz macht. Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen oder ein Zitronenhuhn sind ebenfalls schmackhaft und weitaus weniger zeitaufwendig.

Zeit ist das wertvollste Gut. Verschwende es nicht.

 

Mo Schneyder steht mit roter Tasse

An Weihnachten spare nicht an Geschenken  Zeit

Erst letztens war ich wieder in einer Situation, in der mir die Schicksalhaftigkeit des Lebens bewusst geworden ist. Ich lag krank im Bett, mir war im wahrsten Sinne des Wortes kotzübel und ich hatte das Gefühl, dass mein Kopf gleich vor Schmerz zerspringen würde. Zusätzlich plagten mich Rückenschmerzen und Magenkrämpfe. Die Magen-Darm-Grippe hatte mich voll und ganz erwischt. In einer mich überkommenden Hitzewelle öffnete ich eines der Fenster  sperrangelweit, um die verbrauchte Luft auszutauschen. Draußen war es bereits dunkel geworden und kalte Luft gelangte ins Zimmer.

Ich verließ kurz das Zimmer, um mir einen magenschonenden Tee zu kochen. Als ich wiederkam, stellte ich fest, dass etwas anders war. Nur was? Wo war unsere Katze Thao, die vorhin noch friedlich auf der Fensterbank saß und frische Luft schnupperte? Hatte sie sich etwa in Luft aufgelöst? Ich schaute unter dem Bett nach. Vergeblich. Der Kratzbaum war gänzlich unbesetzt, ebenso das Sofa. Mich beschlich ein dunkler Verdacht.

Eine Katze in Not

Vorsichtig lugte ich durch das offene Fenster nach draußen. Und tatsächlich: Auf dem Nachbardach, ein Stockwerk tiefer, sah mich Thao mit ihren großen, ängstlichen Augen an. Im selben Moment setzte bei ihr die Panik ein: Miau, Miau, Miauuuu! Wie sollte sie bloß zurück in die Wohnung kommen?

Sie schrie verzweifelt aus tiefster Kehle. Ununterbrochen.

Mein Katzenmamiherz fühlte sich an, als würde es gleich zerbrechen. Ich musste etwas tun. Nur was? Draußen war es dunkel und es herrschten bereits Minusgrade. Ich rief Herrn Schneyder an, welcher sich über meinen spontanen Anruf freute, dem ich aber sogleich das Wort abschnitt.

Wann bist Du Zuhause?

-In einer Stunde.

Verdammt.

 

Mein Göttergatte war noch bei der Arbeit und würde erst in einer Stunde nach Hause kommen.

Noch nie hatte unsere Katze die Wohnung durch das Fenster verlassen. Sollte sie nun dafür bestraft werden, dass sie zum ersten Mal den Mut aufgebracht hatte, ihre Komfortzone zu verlassen und die Welt draußen zu erkunden?

So lange konnte ich sie nicht in der Kälte lassen. Panisch hievte ich eine Haushaltsleiter aus dem Fenster und stellte sie auf das benachbarte Flachdach. Nun müsste Thao nur auf die Leiter klettern und ca. 1 m nach oben springen, um ins Fenster und damit ins heimische Nest zu gelangen. Leichter gesagt als getan.

Unsere kleine Angsthäsin machte keinen Anstand, die Leiter zu erklimmen. Stattdessen schrie sie weiterhin in voller Lautstärke. Panisch evaluierte ich die Situation.

Ich musste Thao retten. Sie gehört doch schließlich zur Familie! Was, wenn sie draußen erfrieren würde oder sich verlaufen und anschließend von einem Auto überfahren würde?

Eine Stunde konnte ich unmöglich warten. Meine Magen-Darm-Symptome gerieten in den Hintergrund. Auf das Nachbardach zu gelangen, sollte nicht schwierig sein. Nur wie sollte ich zurückkommen? Was wenn ich beim Zurückklettern ausrutschte oder mir ein Bein brach? Die Leiter stand äußerst wacklig und ich musste die Distanz zwischen der Leiter und unserem Fenster irgendwie überwinden.

Panisch zog ich mir eine warme Jacke über den Schlafanzug, steckte mein Handy ein und zog feste Turnschuhe an. Notfalls würde ich die Feuerwehr rufen müssen. Oder den Krankenwagen. Je nachdem.

Ich kletterte nach draußen. Hoffentlich wunderte sich nun keiner der Nachbarn, was ich Abends auf dem Dach trieb. Mit einer schnellen Bewegung schnappte ich mir Thao und beförderte sie zurück durch das Fenster in die Wohnung.

Geschafft. Ich atmete dankbar aus. Nun war ich an der Reihe. Ich nahm meinen Mut zusammen und kletterte auf die Leiter. Auf der obersten Stufe angekommen, schwang ich vorsichtig ein Bein in das offene Fenster. Dann beförderte ich irgendwie meinen restlichen Körper hinein.

Mission accomplished.

 

Noch nie war ich so dankbar für die Anwesenheit unserer Katze gewesen. Wie schnell hätte ich sie verlieren können oder es hätte ihr wer-weiß-was zustoßen können. Dieser Moment hat mir die Augen geöffnet.

 

Worte des Dankes

Ich möchte diese besinnliche Zeit nutzen, um meinen treuen Followern auf Instagram und den Lesern dieser Website zu danken. Egal ob Buchblogger oder Autorenkollegen- euer Support ist einmalig! Mein Buch ist noch nicht einmal veröffentlicht und trotzdem steht ihr mir mit Rat und Tat zur Seite.

Früher dachte ich immer, Instagram sei eine mehr als oberflächliche Community, in der es nur darum geht, die neuesten Outfits möglichst werbewirksam und das eigene Frühstück so ästhetisch wie möglich zu fotografieren.

Bookstagram hat mich eines Besseren belehrt. Ich bin mehr als froh, diese Community kennengelernt zu haben.

Danke, dass ihr meine Beiträge kommentiert, mich auf Beiträgen markiert und mir immer wieder nette Nachrichten zukommen lässt. Danke, dass selbst erfahrene Autoren sich selbst nicht zu schade sind, einem Neuling wie mir Tipps zu geben. 

Eure Unterstützung bedeutet mir sehr viel, denn sie gibt mir Hoffnung und Kraft in Momenten, an denen ich an mir selbst und meiner Schöpferkraft zweifle. Was ist, wenn ich einfach grottenschlecht schreibe? Wenn sich niemand für meine Geschichten interessieren wird? Bringe ich meine Bücher jemals auf den Markt? Auch ich habe solche Momente der Unsicherheit. Eure Unterstützung bekräftigt mich, an meinen Traum zu glauben und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Ich bin schließlich kein Vogel Strauß!

Denn ich glaube fest daran,  dass meine Geschichten eines Tages Menschen berühren werden- mitten ins Herz. Es geht mir nicht darum, mit meinen Büchern reich und berühmt zu werden, sondern möglichst viele Menschen zu berühren. Die Liebe für das geschriebene Wort neu zu entdecken und in fremde Welten abzutauchen. Wenn mir das gelingt, habe ich mein Ziel bereits erreicht.

 

Ich schreibe nicht aus Langeweile.

Ich schreibe, weil ich nicht anders kann.

Schreibend trage ich meine Schöpferkraft in die Welt.

Lacht, weint, seid wütend bei meinen Geschichten

– spürt die Magie der Liebe.

 

 

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